Montag, 8. August 2011

Maui 1 – Banana Bungalow, Windsurfen, Schnorcheln und Tennis

Die ersten vier Tage auf Maui haben wir uns im Banana Bungalow eingemietet, einem Hostel welches jeden Tag eine kostenlose Tour zu einem Teil der Insel anbietet. Am ersten Tag sind wir auf einer solchen Tour zu einer Wanderung durchs Iao Valley gekommen und an den darauffolgenden Tagen zwei Schnorcheltouren wo wir neben Schildkröten, Fischen und farbenfrohen Korallenriffen diesmal auch einen Manta Rochen sehen konnten. Außerdem haben wir Lahaina besucht, einem ehemaligen Walfängerdorf welches inzwischen zum Surfer-Kult-Städtchen umgewandelt wurde. Die Tour nach Hana haben wir ausgelassen weil wir sie individuell erkunden wollten (siehe nächster Bericht). Eigentlich wollten wir auf der Surferinsel Maui auch mal wieder ein Brett ausleihen und in die Wellen springen, aber da wir erfahren mussten, dass Wellensurfen hier eigentlich nur im Winter wirklich groß ist, da dann durch eine Strömung von Alaska die großen Wellen kommen und im Sommer das Windsurfen vorherrscht, haben wir entschieden ein Windsurfbrett auszuleihen und uns damit zu versuchen. Da wir zu geizig für einen Lehrer oder einen Transport waren, haben wir das große Brett inklusive Segel auf die Schulter genommen und sind an der Straße entlang in Richtung Strand gelaufen. Nach nur wenigen Minuten hat uns Rebecca, eine Windsurferin aufgegabelt und mitgenommen, glücklicherweise war sie mal eine Weile Surflehrerin, so dass sie uns beim Aufbauen helfen konnte und uns ein paar Tipps geben konnte. Diese waren ausreichend, so dass es nach ein paar Versuchen tatsächlich geklappt hat, dass wir raussurfen konnten und auch wieder zurück an Land kamen. Es war ein sehr spaßiger, wenn auch anstrengender Tag, vor allem weil wir uns am Vorabend schon bei einer Partie Tennis auf einem Court in der Nähe des Hostels ausgepowert hatten.
Fazit Banana Bungalow: es ist gut um Leute kennenlernen und kostenlos etwas herumzukommen, aber wir freuen uns jetzt auch wieder individueller unterwegs zu sein und selber entscheiden zu können wann, wir wo und wielange anhalten wollen.

Sonntag, 31. Juli 2011

2-tägige Inselumrundung mit Schnorcheln und Wildcampen

Da wir die Insel nicht verlassen wollten ohne sehenswerte Highlights außerhalb Oahus gesehen zu haben, entschieden wir uns mitte der Woche mit Corinna und Manuel aus Mönchengladbach ein Auto zu mieten und einmal um die Insel zu cruisen. Früh morgens brachen wir auf und fuhren gen Westen, wo wir bald einen Vorgeschmack auf Hawaii-typische Strände bekamen. Denn neben feinen Sandstränden ist stets auch erkaltet Lava am Ufer, das durch scharfkantige und ungewöhnliche Formen fasziniert. Später machen wir mehrere Stopps entlang der Northshore-Küste. Diese ist im Winter für Monsterwellen mit durchschnittlich 10m Höhe bekannt und lockt Adrenalinjunkies aus der ganzen Welt. Wir sahen weniger große Wellen, aber sehr farblich konträre Küsten mit schwarzer Lava, tiefblauem Wasser und sattgrünen Regenwäldern im Hintergrund. Die Fahr in dieser Region war sehr beeindruckend, da links von uns die Brandung nah an den Highway heranreicht und rechts direkt die steilen Klippen des bergigen Inlandes hinaufschossen. Das Wetter ist hier allgemein sehr wechselhaft. Der Himmel ist so gut wie immer wolkenbehangen; Niederschläge sind aber fast immer im Inland, die Küste bleibt vom Unwetter meist verschont. So ist es nicht verwunderlich, dass die geläufige Aussage einen Regenbogen tagtäglich zu sehen auch tatsächlich zutrifft. Abends haben uns die beiden unweit des Sunset Beach abgesetzt, da wir dort unser Zelt aufschlagen wollten. Dies haben wir auch so durchgezogen und sind morgens vom Gebimmel eines Hobbyfischers aufgeweckt worden. Mit Kenny hatten wir auch noch ein lustiges Morgengespräch bevor es dann wieder mit Cori und Manuel zu weiteren Ständen ging an denen wir unter anderem mit Meerschildkröten tauchen (sehr aufregend!) konnten. Am Nachmittag machen Hanno und ich noch unsere Krauleineit, die uns diesmal zu einer kleinen Insel brachte, wo ansonsten nur Kajakfahrer waren. Gegen Ende unseres zweiten Tages erlebten wir dann noch ein richtiges Highlight, das so in keinem Reiseführer erwähnt wird. Ein unbenannter Küstenabschnitt kurz vor Honolulu bot uns riesige Action mit Wellen und Fontänen, die uns zwar bis auf die Haut durchnässten aber uns sofort in den Bann gezogen haben. Die blose Kraft der recht rauen See war beängstigend und anziehen zugleich und ich vergaß schon ganz, dass ich nicht unsere Wasserkamera in den Händen hielt^^. Glücklicherweise kamen nichts und niemand zu Schaden und wir beendeten zwei erlebnisreiche Tage mit Eindrücken, die uns Appetit auf mehr Hawaii machten!

Samstag, 30. Juli 2011

Hawaii – Einleben in der Beach- und Palmenmetropole Honolulu auf Oahu

Nach den kurzen und intensiven Eindrücken aus Fidschi haben wir uns vorgenommen unseren Hawaii-Aufenthalt gemächlich angehen zu lassen. Denn eines war uns schnell bewusst: Sollten wir uns zu wenig erholsame Tage auf den Reisen gönnen, könnten wir bei dem noch anstehenden Programm die Lust „stressbedingt“ ein wenig verlieren, was wir auf jeden Fall verhindern möchten! Also checkten wir in einem strandnah gelegenen Backpackers Hostel ein, wo wir sogleich von den vielen Deutschen überrascht wurden. So wurde die englische Sprache zwar wieder schnell zur Nebensache, aber lustige gemeinsame Abende bei zum Teil gestellten Bier, Wein und sogar so manchem Dinner waren garantiert. Darunter lernten wir auch Max, Ingenieurstudent aus Hamburg, kennen, der im Hostel jobbt und uns Tipps zum Ausgehen und Strandleben gab ;) Die Tage genießen wir momentan vorwiegend am weltbekannten Waikiki Beach, der trotz der vielen Menschen dank des schönes Wassers und der umliegenden Parkanlagen mit Grillplätzen und Beachvolleyballfeldern imponiert. Dort lassen wir den Ball fliegen und machen nun eine tägliche längere Schwimmeinheit, die uns auch schon an kleinere Inseln geführt hat. Die Stadt bietet darüber hinaus auch einen kleine Nationalpark: Diamands Head. Am Fuße dieses Berges haben wir eine Nacht gecampt um unsere Reisekosten (weiter) zu drücken und bestiegen diesen heute bei morgendlichen Temperaturen um die 28 Grad. Der Ausblick vom Kraterrand des erloschenen Vulkans war sehr schön und zeigte uns die Dimensionen des State-Capitals. Außerdem wird es uns in den kommenden zwei Tagen noch nach Chinatown und Pearl Harbour ziehen, Attraktionen, die wir aus kultureller und historischer Sicht nicht auslassen wollen. Am Sonntag fliegen wir dann weiter nach Maui, wo dann wieder das aktive Reisen vordergründing sein wird um nicht nur die Strände, sondern auch karde Vulkanlandschaften und dichte Regenwälder auszukundschaften.

Samstag, 23. Juli 2011

Fidschi - Kontraste im Südseeparadies

Für unsere Zeit in Fidschi hatten wir uns zwei Ziele gesetzt: das berühmte Südseefeeling erleben auf einer der winzigen Insel mitten im Pazifik und, da Fidschi neben Hongkong die einzige Destination sein wird, die kulturell deutlich von der westlichen Welt abweicht, wollten wir auch das Land an sich und die Lebensweise der Menschen abseits vom Tourismus kennenlernen. Insgesamt hatten wir dafür nur fünf Tage Zeit, da wir auf den einzigen Flug von Nadi nach Honolulu angewiesen waren der jeden Sonntag abfliegt.
Um das erste 'Ziel' zu erreichen, haben wir uns auf der Beachcomber Island eingemietet, einer kreisrunden Insel mit ca. 150m Durchmesser auf welche abgesehen von dem Hostel keine weiteren Gebäude stehen und die man bei einem gemütlichen Spaziergang in 10min umrunden kann. Wir haben sie am zweiten Tag dann auch noch umschwommen. Ansonsten haben wir viel an den umliegenden Riffen geschnorchelt und tolle Fische in allen Farben, Seesterne und Unterwasserlandschaften gesehen. Leider konnten wir keinen Katamaran mieten, da der inseleigene kaputt und der von der Nachbarinsel (die in schwimm- oder kajakreichweite gewesen wäre) ausgebucht war. Außerdem haben wir verschiedene sehr interessante Leute kennengelernt. Erik, ein Photographie-Lehrer aus London mit dem wir uns viel unterhalten und zusammen photographiert haben. Ken, ein Vietnamkrieg-Veteran der dort mit 22 Jahren in den Kopf und beide Beine geschossen wurde und seither halbseitig gelähmt durch die ganze Welt reist (seit 30 Jahren auch jedes Jahr auf die Beachcomber Island). Außerdem viele Leute unseren Alters aus England, Norwegen und Australien, mit denen wir abends getrunken und Party gemacht haben. An einem Abend wurde ich von dem Sänger der Band in den Mitarbeiterbereich eingeladen wo wir zusammen Cava getrunken haben, einem traditionellen fidschianischen Getränk, dass etwas wie Schlamm aussieht und schmeckt, aus Wurzelpulver einer bestimmten PLanze gewonnen wird und eine sehr entspannende Wirkung hat.
Für das zweite Ziel wollten wir nach der Rückkehr aufs Festland mit einem der lokalen Busse
(Holzbänke und keine Fenster) nach Suva, der Hauptstadt Fidschis fahren. Da aber die Fähre deutlich verspätet kam, war der letzte Bus schon weg. Insgesamt kann man sich hier sowieso kaum auf Zeiten verlassen, man nennt dieses Warten dann Fidschi-time und findet sich damit ab. Also haben wir nach dem wir die Nacht am Strand geschlafen hatten, uns in einen solchen Bus gesetzt und sind nach Sikatoka, der größten Stadt an der Coral Coast gefahren. Dort angekommen haben wir erfreut
festgestellt, dass wir es geschafft hab
en dem Tourismus zu entkommen und nur Einheimische um uns herum waren. Wie auch in den Touristen Zentren waren diese sehr freundlich, diesmal aber ohne uns dabei etwas verkaufen zu wollen, sondern weil sie einfach daran interessiert schienen fremde Menschen kennenzulernen. In dieser Stadt gab es einen Buddhistischen Tempel zu sehen (die Mehrheit der Bevölkerung ist jedoch muslimisch), eine Brücke die in den 90er Jahren von einem Sturm zerstört wurde und von welcher die Eisenbahnschienen noch immer in den Fluss hängen, sowie einen Markt auf welchem die einheimischen Früchte, Gewürze und Meeresfrüchte einkaufen. Es war sehr interessant aus der Touristenblase auszubrechen und schade, dass wir nicht mehr Zeit haben um mehr von Fidschi kennenzulernen, da wir morgen über die Datumsgrenze nach Honolulu fliegen.

Sonntag, 17. Juli 2011

Marlborough Sounds und Kaikoura - Letzte Eindrücke der Südinsel

Picton mit Fähre nach Wellington

Queen Charlotte Track
Über drei Wochen sind wir inzwischen auf der Südinsel unterwegs, wir haben sehr viel gesehen und langsam neigt sich unsere Zeit in Neuseeland dem Ende zu. Bevor wir aber wieder zurück nach Christchurch fahren, steht mit den Marlborough Sounds zuerst noch ein richtiges Highlight an. Schon wenn man sich nur auf einer Karte die Küstenformation dieser Gegend anschaut kann man sich vorstellen, dass dort eine sehr beeindruckende Natur vorzufinden ist. Die ganze Region im Nord-Osten ist durchzogen mit unzähligen Fjörden (Sounds genannt) welche sich bis zu 80km ins Land winden. Eigentlich bietet diese Formation optimale Bedingungen um auf dem Wasserweg zu erkunden, da jedoch die Touristenangebote wie immer überteuert sind und uns nicht individuell genug, haben wir uns dazu entschieden einen Teil des bekannten Queen Charlotte Track zu laufen, welcher auf dem Kamm einer schmalen Landzunge tief in die Sounds führt und immer wieder tolle Ausblicke auf malerische Buchten bietet.
Kaikoura und unser Wohnmobil
Die Küstenstraße von Picton (der einzigen Stadt in den Sounds, welche auch Fähranlegestelle von und zur Nordinsel ist) die zurück nach Christchurch führt, bietet tolle Ausblicke auf Meer und Berge was besonders in Kaikoura beeindruckende Szenarien ergibt da die schneebedeckten Berge und die Brandung des Pazifik sehr eng zusammen kommen.

Abel Tasman Track: Paradiesischer Vorgeschmack auf die Südsee

Gegen Ende unseres Südinselaufenthalts stand unser letzter Great Walk an: Der Abel Tasman Track. Schon im Voraus haben wir ausschließlich positives davon gehört und wollten uns nun selbst von dem Wanderweg entlang der Tasman National Park – Küste überzeugen. Fast beängstigend zuverlässig war das Wetter zum Beginn unserer Wanderung wieder voll und ganz auf unserer Seite und erwartete uns mit strahlendem Sonnenschein. Zunächst ging es mit dem Aquataxi per Seeweg zum Ausgangspunkt in Totaranui im Norden des Nationalparks. Da bei diesem Track die Ebbe zur Überquerung einzelner Passagen vorausgesetzt ist und wir den Weg mit seinen rund 40km an zwei Tagen bewältigen wollten, war uns nur diese Nord-Süd-Bewanderung möglich. Auf der Fahrt mit dem kleinen Motorboot wurden uns ein paar wenige Sehenswürdigkeiten wir besondere Felsformationen und Tiere wie Pinguine und Seerobben gezeigt. Die zahllosen Buchten, die allesamt mit weißen bis rot-goldenem Sand in das tiefblaue Meerwasser münden sind mit Büschen und Felsen gesäumt und haben uns sehr beeindruckt. Bei diesem Anblick wünschte man sich den Sommer, wenn die Wassertemperatur ausgiebiges Baden und Schnorcheln zulässt, aber an das war bei ca. 10 Grad im Wasser und nicht viel mehr Lufttemperatur nicht zu denken. Nach dem Drop-off an unserem nördlichsten Punkt brachen wir gegen Mittag auf. Das Wandern entlang der Küste mit Auf- und Ab-Passagen, kleinen Höhenzügen und vor allem die Strandstrecken raubten uns schlichtweg den Atem. Da es Winter ist waren wir so gut wie allein unterwegs, kein Laut von anderen Touris, nur das Singen suptropischer Vogelarten und ständige Rauschen des Meeres lag in unseren Ohren. Für uns war es ein wahrer Genuss und das Laufen wurde zur Nebensache. Nochmals ist zu betonen wie glücklich wir mit dem Wetter waren und dass dieser einmalige Wanderweg wahrscheinlich viel von seinem Zauber bei Regenwetter verloren hätte. Die Nacht verbrachten wir in einer der Huts, wo wir unser Dosenfutter im Ofen warm machten und mit Leuten aus Wales ins Gespräch kamen. Tags darauf stand der längere Abschnitt mit rund 23km an, der uns auf höhere Gefilde und über verschiedene brückenüberspannte Flüsse führte. Die Kamera war wie immer im stetigen Einsatz und durch Panoramaphotos versuchten wir die Aussichten einzufangen (siehe dazu auch die Bildergalerie!). Gegen Ende trafen wie es der Zufall will noch Heddar, eine Norwegerin, die mit uns in PSV gewohnt hat und mit Freundinnen ebenfalls unterwegs war. Dies war noch ein unterhaltsamer Abschluss eines wiederum sehr tollen Tages…wir wünschen den Mädels eine weitere aufregenden Reise und uns zieht es weiter zu den Marlborough Sounds im Nordosten der Südinsel.

Mittwoch, 13. Juli 2011

Westküste - Glaciers, Pancake-Rocks und Wetterkapriolen


Jetzt nur noch zu zweit unterwegs, hat sich am Wetter aber erst einmal nicht viel geändert, so dass wir hoffen mussten, dass der Haast-Pass, über den die Straße zur Westküste führt, nicht wegen Schnee geschlossen wurde. Zu unserem Glück konnten wir ihn passieren, mussten dazu aber Schneeketten auf die Reifen unseres Wohnmobils ziehen. Die Westküste hat dann ihrem Namen als „Wet-coast“ alle Ehre gemacht und als wir am Fox-Glacier zur Gletscherzunge gelaufen sind wurden wir von einem Unwetter mit Regen und Hagel überrascht, so dass wir total durchnässt zurück am RV ankamen. Um nicht eine zweite Garnitur Kleidung nass zu machen, verzichteten wir auf die Wanderung am Franz Joseph Gletscher, auch weil dieser als ziemlich ähnlich eingestuft wird. Die restliche Fahrt führte durch eine typisch neuseeländische Weidelandschaft mit vielen kleinen Flüssen an der Tasmanischen See entlang, die von den Wetterfronten aufgepeitscht in wilden Wellen ans Ufer. Der letzte Abschnitt wurde dann nochmal spektakulär, da die Straße nun direkt an den felsigen Klippen entlang führte. Kurz bevor es wieder ins Inland ging, dann nochmal ein Highlight: Die Pancake-Rocks, die wir kurz vor Sonnenuntergang erreichten. Diese 30 Millionen Jahre alten Felsformationen, welche wie eine Aufeinanderschichtung von hunderten Pfannkuchen aussehen, haben uns sehr beeindruckt. Die meterhohen heran rollenden Wellen gegen die Felsen krachten und aus manchen Öffnungen als riesige Fontänen herausschossen sorgten für eine ganz besondere Stimmung.